Herzlich willkommen!

Schön, dass Du hier vorbeischaust. So habe ich auf den folgenden Seiten die Gelegenheit, Dir von einigen Stationen meines Lebens zu berichten. Vielleicht hast Du die Jahre selbst erlebt und erinnerst Dich an die Zeit oder aber Du bist noch so jung, dass Du mal sehen willst, wie das früher so war mit dem Frauen-Fußball. Wie auch immer – ich freue mich über Deinen Besuch und wünsche Dir viel Spaß dabei.

 

Und wenn Du schon mal hier bist, dann klick doch auch mal auf die Website der »Respekt!« Initiative, deren Schirmfrau ich seit November 2011 bin – es lohnt sich.


Unterschrift Sandra MinnertRespekt! Kein Platz für Rassismus

Sandra Minnert

Eine folgenschwere Entscheidung

Ich war noch ein Kind, als ich eine Entscheidung traf, die mein ganzes Leben beeinflussen sollte. Weil meine schulischen Leistungen nicht unter meinem sportlichen Engagement leiden durften, musste ich mich auf eine einzige Sportart beschränken. Und so fiel meine Wahl auf Fußball. Zwar spielte ich begeistert Tischtennis und war im Luftgewehrschießen auch nicht schlecht, aber am meisten schlug mein Herz für das Fußball-Spiel. Diese Entscheidung war der Anfang meiner sportlichen Karriere – die ohne die Unterstützung meiner Eltern sicherlich nicht so erfolgreich verlaufen wäre.

Erster Schliff und erste Frauenmannschaft

Der SG Usenborn Gelnhaar war meine erste Fußball-Heimat und dort verpassten mir die Trainer den ersten sportlichen Schliff. Einige Zeit später wechselte ich zur Frauenmannschaft des TSG Bleichenbach. Dass ich noch zu jung war, um mit zu spielen, fiel erst spät in der Saison auf. Auf meinem Spielerpass-Foto hätte mich zu dieser Zeit wohl keiner erkannt. Was tut man nicht alles, wenn man unbedingt spielen will? Nach zwei Jahren TSG Bleichenbach gelang mir schließlich der Aufstieg – es war mein erster: Jetzt spielte ich beim FSV Frankfurt.

Der Erfolg nimmt seinen Lauf

Ab 1990 gehörte ich zum Team des FSV, aber der Anfang war schwierig, denn meine ersten Monate verbrachte ich auf der Bank. Und welche Spielerin will da schon sitzen? Doch in den folgenden acht Jahren musste ich dort nur noch selten Platz nehmen. Wir waren erfolgreich. Meisterschaften, Pokalsiege, der FSV sammelte einen Titel nach dem anderen - und ich wurde in dieser Zeit Nationalspielerin. Die Zeit beim FSV war einmalig, es waren wundervolle Jahre.

Ein unschlagbares Team

Bevor ich im Jahr 2000 zum FFC Frankfurt wechselte, spielte ich eine erfolgreiche Saison in Siegen. Wir waren ein tolles Team und wir schafften es sogar bin ins Pokalendspiel, was keiner so recht erwartet hatte. In den folgenden drei Jahren beim FFC Frankfurt erzielten meine Mannschaft und ich unglaubliche Erfolge: UEFA-Pokalsieger, Meister, Pokalsieger – besser ging es nicht. Das Team war zu der Zeit das Beste, was der deutsche Frauenfußball zu bieten hatte. Wir waren das Team, dass es zu schlagen galt. Und viele meiner Mannschaftskameradinnen spielten wie ich auch im Nationalteam.

Die Krönung

Das Jahr 2003 war mein erfolgreichstes, aber auch mein anstrengendstes: Pokalsieger und Deutscher Meister, Founders-Cup Champion und Weltmeister in den USA. Ich war glücklich! Amerika war die Krönung meiner Karriere.

Siegen ist nicht alles

Die letzten Jahre als Fußballerin spielte ich von 2004 bis 2008 beim SC 07 Bad Neuenahr. Es waren schöne Fußballjahre, an die ich gerne zurück denke – selbst wenn es nicht mehr bis ganz nach oben gereicht hat.

Nationalmannschaft, Stolz und Dankbarkeit

1992 trug ich zum ersten Mal das deutsche Trikot. Da wusste ich noch nicht, dass ich es mir in den nächsten Jahren noch weitere 146 Mal überziehen würde. Das letzte Mal im Jahr 2007. Die Erfolge der deutschen Nationalmannschaft, an denen ich teilhaben durfte, erfüllen mich noch heute mit großem Stolz. Der Fußball hat mich um die Welt gebracht, mich zum Weltmeister und gleich zweimal zum olympischen Medaillengewinner gemacht. Mehr kann man nicht erwarten – und dafür bin ich dankbar.

Meine Erfolge auf einen Blick

UEFA-Cup-Siegerin 2002 mit dem 1. FFC Frankfurt

Deutsche Meisterin 1995, 1998 mit dem FSV Frankfurt

Deutsche Meisterin 2001, 2002, 2003 mit dem 1. FFC Frankfurt

Deutsche Pokalsiegerin 1992, 1995, 1996 mit dem FSV Frankfurt

Founders Cup-Siegerin 2003 mit Washington Freedom


Weltmeisterin 2003, 2007

Vize-Weltmeisterin 1995

Europameisterin 1995, 1997, 2001 und 2005

Olympische Bronzemedaille 2000 und 2004

Engagement für eine Herzensangelegenheit

Nach meiner aktiven Zeit als Sportlerin war ich für die FIFA Botschafterin der Frauen-WM 2011. Jetzt bin ich wieder Botschafterin und zugleich Schirmherrin für die »Respekt!« Initiative, die Kommunikation im weitesten Sinne nutzt, um sich gegen Intoleranz und für ein respektvolles Miteinander einzusetzen. Mich für »Respekt!« zu engagieren, ist mir eine Herzensangelegenheit. Denn gerade im Sport habe ich erlebt, wie wichtig es ist, jeden in seiner Andersartigkeit zu respektieren und gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Es ist die Vielfältigkeit, die ein Team erfolgreich macht.

Kontakt

Gemeinnützige Respekt! Kein Platz für Rassismus GmbH

c/o Sandra Minnert

Gelbehirschstraße 12
D-60313 Frankfurt am Main

 

»Respekt!« Hotline: +49 (0) 69.27 22 69 97
E-Mail: